GRUPPENINFO

 

 

Allgemeines

 

Unsere Selbsthilfegruppe für bipolar gestörte Menschen besteht aus etwa 20 Personen – Frauen und Männer, jung und alt, Betroffene und Angehörige.

Teilnehmen kann jeder, der von einem Arzt als „bipolar erkrankt“ diagnostiziert worden ist, sowie die Angehörigen von Erkrankten.

Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Gruppe hat zwar ihren Sitz in Bochum; es gibt aber keinen festen Einzugsbereich.

Es gibt keinerlei weltanschauliche, religiöse oder kommerzielle Bindungen. Die Gruppe arbeitet völlig unabhängig.

 

Warum eine bipolare Selbsthilfegruppe?

Durch Manie oder Depression erleben Betroffene und ihr soziales Umfeld starke Krisen. Der Verlust des Arbeitsplatzes oder des Partners wird durch bipolare Episoden häufig ausgelöst. Durch das Krankheitsbild bedingte Verschuldungen sind keine Einzelfälle. Das Suizidpotenzial ist hoch. Alleine wird man durch seine Probleme erdrückt.

Deswegen suchen immer mehr erkrankte Menschen Kontakt zu Anderen, die das gleiche oder ein ähnliches  Schicksal trifft. Menschen, die selbst eine Krise überwunden haben, können sich stärker einfühlen als professionelle Helfer und damit eine andere Art von Unterstützung geben. Das gilt auch für Angehörige, die die krankhafte Veränderung ihres Partners oder Kindes hilf- und ratlos erleben.

Die Selbsthilfegruppe versteht sich als Ergänzung zu Ärzten, Psychiatern/Psychologen und Sozialarbeitern oder Betreuern. Neben der medikamentösen Therapie und der Psychotherapie versteht sich die Selbsthilfe als drittes therapeutisches Standbein.

Selbsthilfe entsteht immer dort, wo Menschen Notlagen aus eigener Kraft meistern wollen. Sie bedeutet, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, um mehr Stabilität und Lebensqualität zu gewinnen und die eigene Isolation aufzuheben. Letztlich sind alle Mitglieder in der Selbsthilfegruppe, um etwas für sich selbst zu tun.

Siehe auch: Ziele der Selbsthilfegruppe

 

Wie laufen die Gruppentreffen ab?

Im Zentrum der Gruppentreffen steht das offene Gespräch. Aus der Gruppe heraus soll eine vertrauensvolle und entspannte Atmosphäre entstehen.

Die Treffen beginnen und enden mit einer Blitzlichtrunde. Zu Beginn teilt jeder sein Befinden mit und wie es ihm seit dem letzten Treffen ergangen ist. Am Ende des Treffens hat jeder die Gelegenheit, zu äußern, was an dem Treffen gefallen oder nicht gefallen hat bzw. ob man sich nach dem Gespräch besser oder schlechter fühlt.

Es gibt zwar ein Sprecherteam, aber alle Teilnehmer sind gleichgestellt. Die Belange der Gruppe werden demokratisch festgelegt. Jeder entscheidet für sich selbst, ob und wie stark er sich in die Gruppe einbringt.

In der Regel stehen bei den Gesprächen persönliche Probleme oder Fragen im Vordergrund. Wenn es zeitlich möglich ist und der allgemeine Wunsch besteht, werden auch bestimmte Sachthemen zum Krankheitsbild behandelt. Das Wissen über bipolare Störungen ist notwendig, um das Akzeptieren der Krankheit zu erlernen. Gelegentlich werden hierzu Experten eingeladen.

Da sich die Problemlage der Betroffenen und Angehörigen unterscheidet, werden nach Möglichkeit bei jedem zweiten Treffen räumlich getrennte Gesprächs-runden durchgeführt.

Es bestehen nur wenige Gruppenregeln. Die wichtigste Regel lautet: Was in der Gruppe besprochen wurde, wird an Außenstehende nicht weitergegeben.

Die Gruppe hat sich nicht zuletzt zum Ziel gesetzt, Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Es werden deshalb auch gesellige Veranstaltungen durchgeführt.

 

Worüber sprechen wir?

Typische Themen sind:  

- Erfahrungen mit Ärzten, Psychologen und Kliniken

- Wie kann ich eine Manie oder Depression verhindern?

- Probleme mit Partnern, Kindern, Eltern

- Wie können wir gegenwärtig erkrankte Gruppenmitglieder helfen oder unterstützen?

- Schwierigkeiten mit Ämtern oder der Krankenkasse, Bewältigung finanzieller Probleme

 

Wir machen keine Psychopharmaka- oder Therapieberatung.