| PSYCHOPHARMAKA |
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aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Ein Psychopharmakon (von griech. ψυχή „Seele“ und φάρμακον „Arzneimittel“; Mehrzahl: Psychopharmaka) ist ein Medikament, das auf die Psyche des Menschen einwirkt und der Behandlung psychischer Störungen und neurologischer Krankheiten dient. Einige Psychopharmaka werden auch eingesetzt, um Symptome organischer Krankheiten zu behandeln oder als Narkosemittel. Psychischen Erkrankungen liegen Neurotransmitterstörungen (insbesondere Störungen bei den aromatischen Monaminen Dopamin, Noradrenalin und Serotonin) und als deren Folge Veränderungen in der Rezeptorverteilung sowie -dichte zugrunde. Psychopharmaka greifen durch Interaktion mit den physiologischen Überträgersubstanzen in die nervale Regulation ein und stellen dadurch das gestörte Neurotransmittergleichgewicht zumindest teilweise wieder her. Einteilung:
Ohne
Psychopharmaka würden heute noch verschiedene
psychische Krankheiten zu jahrelangen
Krankenhausaufenthalten oder schweren Behinderungen führen
oder sogar tödlich enden, wie dies noch vor mehreren
Jahrzehnten keine Seltenheit war. Bei psychischen Störungen sind neben der medikamentösen Behandlung begleitende Gespräche - oft auch in Form einer Psychotherapie - wichtig. Neuerdings
werden Lebensmittel wie Omega-3-Fettsäuren zur
Behandlung von Depressionen empfohlen. Tranquilizer WirkungMit dem Begriff Anxiolytikum ist auch ein wesentlicher Indikationsbereich der Tranquilizer beschrieben, nämlich die Auflösung von Angst. Weiter werden Tranquilizer eingesetzt als schlaffördernde Medikamente (im amerikanischen Sprachgebrauch minor tranquilizers im Gegensatz zu den major tranquilizers, den Neuroleptika), als Vormedikation zur Narkose, zur Behandlung von Epilepsien und zum Beispiel zur Akutbehandlung des Herzinfarktes. VertreterDie Hauptgruppe der Tranquilizer stellen die Benzodiazepine dar. Der bekannteste Wirkstoff ist Diazepam (Handelsnamen u.a. Valium®, Faustan®, Lamra®). NebenwirkungenDie schwerste Nebenwirkung stellt die Suchtentwicklung dar. Da die Tranquilizer vom Benzodiazepintyp ansonsten sehr nebenwirkungsarm sind, werden sie dennoch häufig und gelegentlich unkritisch eingesetzt. Eine weitere Nebenwirkung kann die Atemdepression sein, die normalerweise aber nur bei intravenöser Verabreichung eine Rolle spielt.
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