SELBSTHILFEGRUPPEN IN DEUTSCHLAND

 

 

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Der Gedanke der Selbsthilfegruppen kam nach dem zweiten Weltkrieg mit den amerikanischen Soldaten nach Deutschland. In der damaligen Bundesrepublik Deutschland entstand in den 70er Jahren die so genannte Selbsthilfebewegung aus der Kritik am bestehenden Sozial- und Gesundheitswesen.

Die Leistungen der Selbsthilfegruppen sind in den letzten Jahren als preiswerte Ergänzung zum professionellen Gesundheitssystem von den Kostenträgern entdeckt worden. Daher können Gesundheitliche Selbsthilfegruppen von der gesetzlichen Krankenversicherung gefördert werden. Grundlage ist der § 20 Abs. 4 des Sozialgesetzbuch-es V. Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten bieten auch andere Institutionen (z.B. Rentenversicherungen aber auch Kommunen und Länder). Für die Unterstützung von örtlichen Selbsthilfegruppen sind die sog. Kontakt- und Informationsstellen von Selbsthilfegruppen (KISS) von Bedeutung, von denen es in Deutschland über 200 gibt. Unterstützung können Selbsthilfegruppen auch in einem Gesundheitshaus finden, die es in einigen Städten und Kreisen in Deutschland gibt. Auf der Bundesebene werden die Interesse der Selbsthilfegruppe bzw. -organisationen vor allem vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. vertreten.

 

(siehe auch das Selbsthilfegruppenverzeichnis der DGBS)